Personelle Veränderungen im Zweitliga-Team

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Zuletzt aktualisiert am Freitag, 12. April 2019

Nachdem es beim TTC GW Bad Hamm vor der am kommenden Wochenende beendeten Spielzeit zu keiner Veränderung des Kaders gekommen war, stehen zur nächsten Saison mehrere Umstrukturierungen an: Damien Eloi und Henning Zeptner werden den Klub verlassen, sodass es auch zumindest zwei, evtl. aber auch mehrere Veränderungen im Team geben wird.

Nächstes Jahr in Köln: Damien Eloi

Wechselt nach Neuß: Henning Zeptner

Der noch 49jährige Franzose war vor zwei Spielzeiten zu den Grünweißen gewechselt und lieferte in beiden Spielzeiten voll ab: In seinem ersten Jahr für den TTC avancierte er gar zum besten Zweitligaakteur und auch in der am Sonntag endenden Saison war immer auf ihn Verlass. Mit einer aktuell 22:9-Einzelbilanz, die er am Sonntag im Spiel gegen Fortuna Passau noch ausbauen kann, liegt er derzeit auf Rang fünf im Ranking der Topzweitligaakteure. Ein Wiedersehen mit dem kleinen Franzosen wird es aber im nächsten Jahr auf jeden Fall geben: Er schließt sich dem Aufsteiger aus der 3. Bundesliga, dem 1. FC Köln, an.

„Der Abgang Damiens wiegt sicherlich schwer. Ihn zu ersetzen, ist für uns kaum möglich, aber wir werden unser Möglichstes tun, unserem Publikum wieder einen echten Teamleader auch in der kommenden Saison zu präsentieren“, kommentiert GW-Vorsitzender Martin Vatheuer den Abgang seines Spitzenspielers. „Für uns und ich glaube auch für ihn waren es zwei schöne und erfolgreiche Jahre und ich freue mich lieber darüber, dass er uns zwei Jahre regelrecht begeistert hat, als über seinen Wechsel traurig zu sein“,  lässt Vatheuer durchhören, dass vor allem finanzielle Gegebenheiten den Ausschlag gegeben haben. „Als Damien vor zwei Jahren zu uns kam, wurde ich von einigen ob seines fortgeschrittenen Alters belächelt, sodass die Verpflichtung schon ein gewisses Risiko barg, einige Klubs haben ihn sogar abgelehnt. Seine Leistungen haben die Kritiker Lügen gestraft. Dass er nun auch von anderen, zahlungskräftigeren Klubs umworben würde, war abzusehen“, glaubt Vatheuer, dass der wieselflinke Rechtshänder noch einige Jahre auf ähnlichem Niveau wird agieren können. „Er hat sich über zwei Spielzeiten bei uns vorbildlich präsentiert, sodass wir ihm nur das Beste in seinem neuen Klub wünschen können, mit Ausnahme natürlich der beiden direkten Begegnungen gegen seinen dann alten Verein“, sagt Vatheuer mit einem zwinkernden Auge.

Nicht nur zwei, sondern gleich vier Jahre lang trug Henning Zeptner das GW-Trikot. Auch er wird nach einer überaus erfolgreichen Zeit den TTC GW verlassen, und zwar in die Regionalliga nach Neuss, wo er dann mit seinem langjährigen Coach und auch Weggefährten in Hamm, Bernd Ahrens, zusammenspielen wird.

„Bei Henning verhält es sich genau wie bei Damien: Auch er hat sich bei uns immer voll eingebracht und mit seinen Leistungen fast immer überzeugt“, erinnert sich Vatheuer vor allem an die Aufstiegssaison aus der 3. Bundesliga. „Für unseren damaligen Aufstieg war Henning quasi allein verantwortlich, weil er so positiv überraschte, dass auf einmal überhaupt an einen Aufstieg zu denken war.“ In den letzten beiden Jahren wurde jedoch immer offensichtlicher, dass Zeptner, der mitten in der Ausbildung zum Süßwarentechnologen steckt, den notwendigen Trainingsumfang nicht mehr fahren konnte, um dauerhaft in der 2. Bundesliga mitzuhalten. „Trotz seiner Doppelbelastung hat Henning viele Überraschungen auch in der jetzt zu Ende gehenden Saison gebracht und im Doppel mit Damien war er fast eine Bank.“ Nicht vergessen darf man, dass er sich auch nicht zu schade war, in der GW-Reserve dafür zu sorgen, dass diese aus der Verbandsliga aufstieg und nun auch in der NRW-Liga die Klasse halten konnte.

Am kommenden Sonntag will man den beiden im Spiel gegen Passau einen standesgemäßen Abschied bereiten und hofft dafür auf viel Publikum und vor allem noch einem auf einen Sieg.

Auf das Erscheinungsbild des TTC in der Saison 2019/2020 angesprochen, gibt sich Vatheuer derweil noch wenig auskunftsfreudig: „Wir stehen mit zwei evtl. Neuzugängen kurz vor dem Ende der Gespräche, sodass ich davon ausgehe, in der nächsten Woche Vollzug melden zu können. Ich möchte mich aber erst äußern, wenn ich wirklich auch die Unterschriften unter dem Wechselformular stehen habe, denn ich bin in dieser Richtung ein gebranntes Kind“, spielt Vatheuer darauf an, dass er bereits von einem Eloi-Nachfolger eine mündliche und schriftliche Zusage hatte für den Fall des Zeitligaverbleibs. Als dieser dann wirklich feststand, machte der Spieler dann aber eine Kehrtwendung und unterschrieb bei einem anderen Klub. 

Ob es noch weitere Abgänge geben wird und wie es um die mögliche Weiterverpflichtung der Akteure Engemann, Mühlbach, Uda und Kanamitsu bestellt ist, wird der Klub auch erst frühestens nach dem letzten Saisonspiel bekanntgeben.

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